Wissenswertes rund ums Grafikdesign

Was beinhaltet ein Corporate Design und was ist der Unterschied zur Corporate Identity? Was unterscheidet ein Pixelbild von einer Vektorgrafik? Was macht modernes Webdesign aus und was ist eigentlich ein Content Management System? An dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, sich gezielt über einige Begriffe rund ums Grafikdesign zu informieren. Für Fragen oder Anregungen stehe ich Ihnen gerne darüber hinaus zur Verfügung.

Glossar

Seit Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das viele Online-Angebote zu einer barrierefreien Gestaltung verpflichtet. Barrierefreies Webdesign meint hier, dass Inhalte auch für Menschen mit Einschränkungen nutzbar sein sollen. Etwa durch Farbkontrast und Schriftgrößen, aber auch mittels einer verständlichen Navigation sowie Alternativtexten für Bilder. Häufig profitieren davon nicht nur Menschen mit einer Behinderung, sondern alle Besucher sowie die generelle Suchmaschinenoptimierung. Kürzere Ladezeiten, klare Struktur und gute Lesbarkeit kommen jeder Zielgruppe zugute. Ob und in welchem Umfang eine Website barrierefrei gestaltet werden muss, hängt von der Unternehmensgröße und dem Angebot ab. Gerne prüfe ich gemeinsam mit Ihnen, welche Maßnahmen für Ihr Projekt sinnvoll und notwendig sind.

Ein Content Management System, kurz CMS, bietet die Möglichkeit, die Inhalte einer Webseite selbständig durch ein separates Eingabesystem zu pflegen. Dies klingt für viele erst mal vielversprechend. Content Management Systeme sind jedoch umfangreiche redaktionelle Verwaltungssysteme, die einer ständigen Pflege und Wartung bedürfen, um Funktionalität und Aktualität der Webseite zu gewährleisten. Ob ein CMS in Ihrem Fall sinnvoll ist, oder ob es für Ihr Unternehmen durchaus bessere Alternativen gibt, können wir gerne in einem persönlichen Gespräch klären.

Corporate Design bezeichnet die Gesamtheit aller gestalterischen Elemente, die den Auftritt eines Unternehmens prägen und es von anderen unterscheidbar machen. Zur Basisausstattung zählen zumeist Logo, Briefbogen und Visitenkarte sowie die eigene Webseite. Ergänzt wird dies oft durch eine Hausschrift, Farbwelt und gegebenenfalls eine eigene Bildsprache. Ein gutes Corporate Design zieht sich durch alle Geschäftspapiere und Werbemittel und sorgt so für ein einheitliches, wiedererkennbares Erscheinungsbild. Nach innen wie nach außen. Beispiele dafür finden Sie in meinem Corporate-Design-Portfolio.

Corporate Identity wird oft mit Corporate Design verwechselt oder gleichgesetzt. Es geht aber deutlich weiter. Die Corporate Identity umfasst das gesamte Selbstverständnis eines Unternehmens, von Zielsetzung und Führungsstil über die interne Kommunikation bis zu Kundenbindung und Akquise. Corporate Design ist damit nur ein Teilbereich neben Corporate Behavior, Corporate Culture oder Corporate Architecture.

Auf dem Weg zum fertigen Produkt markiert die Herstellung einen wesentlichen Schritt. Die gewählte Druckart entscheidet letztlich über Aussehen und Wertigkeit Ihres Druckwerks. Heutzutage kommen häufig Digitaldruck oder Offsetdruck zum Einsatz. Bei besonderen Anlässen wird auch gerne wieder auf den Letterpress-Druck zurückgegriffen. Bei Kleinauflagen stellt der Digitaldruck mit einem guten Verhältnis von Preis zu Leistung oft die beste Variante dar. Der Offsetdruck besticht durch höhere Qualität und bei großen Auflagen zudem durch seinen Preis. Der Letterpress-Druck eignet sich insbesondere für Kleinauflagen, hat aber in der Regel auch einen höheren Preis. Für diese Druckart spricht vor allem die wertige Haptik. Die Zeichen werden in einen Karton hineingedrückt, so dass ein spürbarer 3D-Effekt entsteht. Bei allen Druckarten gibt es die Möglichkeit einer zusätzlichen Veredelung. Passende Beispiele sehen Sie in meinem Printdesign-Portfolio.

DTP steht für Desktop-Publishing und bezeichnet die computergestützte Erstellung von Layouts für Druck- und Digitalmedien, etwa mit Programmen wie InDesign von Adobe. Der Begriff stammt aus den 1980ern, als die Möglichkeit, Satz und Layout direkt am eigenen Schreibtisch anstatt in der Druckerei zu erstellen, eine kleine große Revolution war. Heute ist DTP fester Bestandteil jeder professionellen Gestaltung. Vom einzelnen Flyer bis zur mehrseitigen Broschüre entsteht das komplette Layout digital, bevor es in den Druck geht. Wichtig dabei sind unter anderem korrekte Beschnittzugaben, die passende Auflösung von Bildern sowie eine druckfertige Farbeinstellung im CMYK-Farbraum.

Farben und Farbräume sind ein beliebtes Thema rund ums Grafikdesign und sorgen nicht selten für Verwirrung. Ein Farbraum definiert eine Farbe innerhalb seines Systems anhand bestimmter Werte. So lassen sich im RGB-Farbraum die Farben zur Darstellung am Monitor festlegen (RGB = Rot, Grün, Blau). Geht es dagegen um einen professionellen Druck, wird der CMYK-Farbraum (CMYK = Cyan, Magenta, Yellow, Black) benötigt. Parallel dazu gibt es noch weitere Farbräume wie Pantone, HKS oder RAL. Die einheitliche Darstellung ist auch innerhalb eines definierten Farbraums meist schwierig, da das jeweilige Medium die Wiedergabe stark beeinflussen kann. Sowohl unterschiedliche Monitorarten als auch Papiersorten und Veredelungsformen spielen hier eine Rolle. Letztlich handelt es sich immer um Näherungswerte bei der Übertragung einer Farbe von einem System auf ein anderes.

Beide Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber ursprünglich unterschiedliche Dinge. Ein Piktogramm ist ein stark vereinfachtes, meist international verständliches Symbol, das ohne Worte auskommt. Etwa ein Symbol für Toiletten oder für einen Notausgang. Ein Icon dagegen stammt ursprünglich aus dem digitalen Bereich und steht für ein kleines, oft interaktives Bildsymbol innerhalb einer Benutzeroberfläche, etwa in einer App oder auf einer Website. In der Praxis überschneiden sich beide Begriffe zunehmend, da viele Icons denselben reduzierten, leicht verständlichen Gestaltungsprinzipien folgen wie klassische Piktogramme.

KI kann heute in Sekunden vermeintlich fertige Logos und Bilder erstellen. Rechtlich ist die Sache aber nicht ganz so einfach. Das Amtsgericht München entschied im Februar 2026 (Urteil vom 13.02.2026, nicht rechtskräftig), dass rein KI-generierte Logos in der Regel keinen urheberrechtlichen Schutz genießen. Selbst eine detaillierte Texteingabe reichte dem Gericht nicht als eigene schöpferische Leistung aus. Ohne Schutz als Werk im Sinne des Urheberrechtsgesetzes gibt es keine rechtliche Handhabe gegen Nachahmer, sprich Ihr KI-Logo könnte dann theoretisch von jedem kopiert und selbst genutzt werden. Auch von Ihrer direkten Konkurrenz. Ein von einem Menschen individuell entwickeltes Logo ist dagegen von Beginn an geschützt, siehe Nutzungsrechte. Wer also langfristig auf ein exklusives Markenzeichen setzt, kommt auch in Zeiten von KI an einer echten gestalterischen Leistung nicht vorbei. Beispiele individuell entwickelter Logos finden Sie in meinem Logodesign-Portfolio.

Das Logodesign gibt einem Unternehmen, einer Marke oder einem Produkt ein Gesicht. Generell lassen sich drei Darstellungsformen unterscheiden. Die Wortmarke gilt als Logo im engeren Sinne. Hier werden Schriftzeichen, meist der Firmenname, ganz individuell in besonderer Form gestaltet. Ein solches Logo lässt sich darüber hinaus mit einem Signet oder einer Bildmarke kombinieren. Die Bildmarke kann aber auch für sich alleine stehen. Von einer abstrakten Grafik bis hin zu einer realistisch angehauchten Figur ist hier vieles möglich. Enthält das Geschäftslogo nur wenige Buchstaben, entsteht so eine Letter- oder Buchstabenmarke. Entscheidend ist immer die Hervorhebung eines Alleinstellungsmerkmals und die Spiegelung und Charakterisierung Ihres Unternehmens. Das Logo bildet die Basis für jedes Corporate Design. Eine Auswahl umgesetzter Logos sehen Sie in meinem Logodesign-Portfolio.

In der EU und insbesondere in Deutschland regelt das Urheberrechtsgesetz den Schutz von Gestaltern oder Autoren. Der Urheber hat das Recht, die Nutzung an seinem Werk an Dritte zu übertragen. Die Nutzungsrechte lassen sich unterschiedlich stark beschränken, was einen Einfluss auf die Höhe der Vergütung haben kann. Die Einschränkung der Nutzung kann sowohl zeitlich als auch räumlich oder inhaltlich erfolgen. So dürfen Fotos etwa nur im Rahmen eines definierten Projekts verwendet werden, Texte nur für eine Heftausgabe oder Musik nur für eine bestimmte Fernsehwerbung. Das Spektrum der Nutzungsrechte reicht vom einfachen bis hin zum ausschließlichen Nutzungsrecht. Das Urheberrecht als solches lässt sich allerdings nicht übertragen, da es in Deutschland als absolutes Recht gilt.

Ein One-Pager ist eine beliebte Variante einer Micro-Webseite oder Web-Visitenkarte im Single-Page-Design. Sogenannte Micro-Sites sind kleine Webseiten, die generell mit wenig Inhalt auskommen. Bei einem One-Pager wird der gesamte Inhalt auf einer langen HTML-Seite gebündelt und durch Scrollen nach und nach zugänglich. Als Übergang zwischen den Inhalten oder Abschnitten werden moderne Illustrationen oder ausdrucksstarke Bilder, kleinere Animationen oder kurze Videosequenzen verwendet. Geeignet sind One-Pager eher als kleinere Produkt-Webseiten, bei einem prominenten Einzelthema oder auch als Landingpage für eine Werbe-Kampagne. Entscheidend ist immer der konkrete Ablauf mit dem Ziel einer weiterführenden Interaktion.

Ein Pixel ist die kleinste Einheit bei der Darstellung von Grafiken auf digitalen Endgeräten. Jeder Monitor hat ein Raster an Lichtpunkten, welches in der Größe durch die Auflösung bestimmt wird. Pixelgrafiken, also Grafiken, die nur über Pixel definiert werden, lassen sich nicht ohne Qualitätsverlust skalieren. Vor allem bei einer Vergrößerung, etwa eines digitalen Fotos, treten sichtbare Probleme auf. Eine Vektorgrafik hingegen definiert sich durch Bézierkurven und Ankerpunkte. Da diese unabhängig von der dargestellten Größe immer gleich bleiben, ist eine Skalierung ohne Qualitätsverlust problemlos möglich. Entscheidend ist dies etwa beim Logodesign. Ein Logo sollte sowohl auf einer Visitenkarte als auch an einem Schaufenster immer gleich gut aussehen. Für geplottete, also ausgeschnittene Aufkleber benötigen Sie immer eine Vektorgrafik.

Das Responsive Design ist eine Art der Gestaltung, die sich flexibel an die jeweilige Umgebung anpasst. Vor allem im Webdesign hat sich dieses Vorgehen etabliert. Schon länger wird nicht mehr nur mit dem PC im Internet gesurft, sondern immer öfter auch mit Tablet und Smartphone. Da die Bildschirme unterschiedliche Größen und Auflösungen, Betrachtungsweisen und Nutzungseigenschaften mit sich bringen, ist es nötig, die Inhalte entsprechend aufzubereiten. Dies betrifft vor allem die Schriftgröße oder die Anordnung von Elementen. Das Responsive Design lässt sich auch beim Logodesign anwenden. Nicht jedes Logo ist von Haus aus für alle Darstellungsgrößen oder -formen geeignet. Abhilfe schaffen hier professionelle Logovarianten, die für den jeweiligen Einsatzbereich optimal gestaltet werden. Beispiele dafür finden Sie in meinem Webdesign-Portfolio.

Die Typografie umfasst die Arbeit mit Schriften. Hierzu zählen die Erstellung und Ausarbeitung einer Schrift (Microtypografie) ebenso wie der Satz und das Layout bei einer Druck- oder Webseite (Macrotypografie). Schriften oder Fonts lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen, in Serif-Schriften mit Füßchen oder Querstrichen am Buchstaben-Anfang und -Ende, und in serifenlose Schriften, genannt Grotesk oder Sans-Serif. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Unterteilungen. Beim Layout und bei der Satzarbeit sind für eine professionelle Umsetzung einige Punkte zu beachten. Hier geht es um ein ausgewogenes Erscheinungsbild, eine stimmige Text-Bild-Integration und nicht zuletzt, um eine gute Lesbarkeit. Der Inhalt steht klar im Vordergrund, das Design sollte diesen positiv unterstreichen und bestmöglich zugänglich machen.

User Interface Design und User Experience Design – diese zwei Teilbereiche der Gestaltung von digitalen Anwendungen gehen in der Regel Hand in Hand. Das User Interface, sprich die Benutzeroberfläche wird für Anwender so gestaltet, dass diese die Software, das Programm oder die App möglichst einfach und intuitiv bedienen können. Je umfangreicher die Software, desto anspruchsvoller gestaltet sich das User Interface Design in der Umsetzung. Das User Experience Design ist dafür verantwortlich, das perfekte Nutzererlebnis sicherzustellen. Das UI-Design widmet sich der Optik, das UX-Design sorgt für Benutzerfreundlichkeit. So wird aus einer umständlichen Navigationsstruktur ein gut markierter Weg, aus einer wenig ansprechenden Oberfläche entsteht ein attraktives User Interface. In der Praxis funktioniert das eine ohne das andere nicht. Beispiele für App-Oberflächen finden Sie in meinem Webdesign-Portfolio.

Usability beschreibt, wie einfach, effizient und zufriedenstellend sich eine Webseite oder Anwendung tatsächlich nutzen lässt. Anders als beim UX-Design, das den gesamten Nutzererlebnis-Prozess umfasst, geht es bei der Usability konkret um messbare Kriterien. Finden Besucher schnell, was sie suchen? Funktionieren Formulare intuitiv? Passieren beim Bedienen unnötige Fehler? Überprüfen lässt sich das durch Usability-Tests, bei denen echte Nutzer eine Webseite ausprobieren. Eine gute Usability ist damit kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis bewusster Gestaltungsentscheidungen und regelmäßiger Überprüfung.

Bei der Entwicklung eines Logos stellt sich relativ früh eine ganz zentrale Frage: Wortmarke, Bildmarke oder eine Kombination aus beidem? Eine reine Wortmarke setzt auf den Namen selbst und punktet vor allem bei kurzen, prägnanten Firmennamen. Gut lesbar, unmittelbar verständlich und ohne zusätzliches Symbol auskommend. Eine Bildmarke ist dagegen oft schneller wiedererkennbar und funktioniert unabhängig von Sprache oder Schriftgröße. Diese muss allerdings erst über einen gewissen Zeitraum mit einer Marke verknüpft werden, bevor sie für sich allein verstanden wird. In der Praxis hat sich häufig eine Kombination aus beidem bewährt. Ein Symbol neben dem Schriftzug, das sich langfristig auch eigenständig einsetzen lässt. Welche Variante zu Ihrem Unternehmen passt, hängt unter anderem vom Markt, von der Zielgruppe und den geplanten Einsatzbereichen ab. Beispiele beider Varianten sehen Sie in meinem Logodesign-Portfolio.

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