Wissenswertes rund ums Grafikdesign

Was beinhaltet ein Corporate Design? Was unterscheidet ein Pixelbild von einer Vektorgrafik? Was macht modernes Webdesign aus und was ist eigntlich ein Content Management System? In der Kommunikation rund um Medien, Gestaltung und Öffentlichkeitsarbeit tauchen viele Fachbegriffe auf, die es durchaus wert sind, näher betrachtet zu werden. An dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, sich gezielt über einige dieser Begriffe zu informieren. Es handelt sich hierbei um eine kleine Auswahl etablierter Fachbegriffe, die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Ich hoffe, Sie werden hier fündig und können das für Sie Passende nachschlagen. Bei Fragen oder Anregungen stehe ich Ihnen gerne darüber hinaus zur Verfügung!

Ein Content Management System, kurz „CMS“, bietet die Möglichkeit, die Inhalte einer Webpräsenz selbständig durch ein separates Eingabesystem zu bearbeiten. Da dies für viele Interessenten vielversprechend klingt, die eigene Webseite auch autark verwalten zu können, rückt dies gerne in den Fokus, wenn es um die eigene neue Webseite geht. Content Management Systeme sind jedoch umfangreiche redaktionelle Verwaltungssyteme, die einer ständigen Pflege und Wartung bedürfen, um Funktionalität und Aktualität der Webseite zu gewährleisten. Ob dies in Ihrem Fall auch sinnvoll ist, oder ob es für Ihr Unternehmen durchaus bessere Möglichkeiten gibt, lässt sich am Besten in einem persönlichen Beratungsgespräch klären.

Das Corporate Design, kurz „CD“, steht für die Gesamtheit aller grafischer Stilelemente, die das Erscheinungsbild eines Unternehmens prägen, um sich von anderen Unternehmen klar und unverwechselbar abzuheben. Den wichtigsten Bestandteil des Corporate Design bildet das . Darüber hinaus zieht sich das gewählte Corporate Design durch alle Geschäftspapiere und nahezu durch alle Werbemaßnahmen und sorgt so für ein einheitliches Erscheinungsbild. Zur Basisausstattung zählen zumeist Logo, Briefbogen und Visitenkarte sowie die eigene Webseite. Durch ein Corporate Design werden Hausschrift und Farben und gegebenenfalls auch Bilderwelten festgelegt. Wichtig ist dabei, dass das Unternehmen nach innen und außen einen hohen Wiedererkennungswert erhält und die in allen Fassetten widergespiegelt wird.

Die Corporate Identity, kurz „CI“, wird oft mit dem Corporate Design gleichgesetzt oder gar verwechselt. Dabei umfasst die Corporate Identity das ganze Wesen eines Unternehmens und nicht nur das einheitliche Erscheinungsbild. Angefangen bei der Zielsetzung und dem Führungsstil über die interne Kommunikation bis hin zur Akquise und Kundenbindung umfasst die CI alle Bereiche eines Unternehmens. Neben dem Corporate Design gibt es noch weitere prominente Teilbereiche wie etwa das Corporate Behavior, die Corporate Culture oder die Corporate Architecture.

Auf dem Weg zum fertigen Produkt markiert die Herstellung einen wesentlichen Schritt. Die gewählte Druckart entscheidet letztlich über Aussehen und Wertigkeit Ihres Druckwerks. Heutzutage kommen häufig Digitaldruck oder Offsetdruck zum Einsatz. Bei besonderen Anlässen wird auch gerne wieder auf den Letterpress-Druck zurückgegriffen. Bei Kleinauflagen stellt der Digitaldruck mit einem guten Verhältnis von Preis zu Leistung oft die beste Variante dar. Der Offsetdruck besticht durch höhere Qualität und bei großen Auflagen zudem durch seinen Preis. Der Letterpress-Druck eignet sich insbesondere für Kleinauflagen, hat aber in der Regel auch einen höheren Preis. Für diese Druckart spricht vor allem die Haptik. Die Zeichen werden in einen Karton hineingedrückt, so dass ein 3D-Effekt entsteht. Bei allen Druckarten gibt es die Möglichkeit einer zusätzlichen Veredelung.

Farben und Farbräume sind ein beliebtes Thema rund ums Grafikdesign und sorgen nicht selten für Verwirrung. Ein Farbraum definiert eine Farbe innerhalb seines Systems anhand bestimmter Werte. So lassen sich im RGB-Farbraum die Farben zur Darstellung am Monitor festlegen (RGB = Rot, Grün, Blau). Geht es dagegen um einen professionellen Druck, wird der CMYK-Farbraum (CMYK = Cyan, Magenta, Yellow, Black) benötigt. Parallel dazu gibt es noch weitere Farbräume wie Pantone, HKS oder RAL. Die einheitliche Darstellung ist auch innerhalb eines definierten Farbraums meist schwierig, da das jeweilige Medium die Wiedergabe stark beeinflussen kann. Sowohl unterschiedliche Monitorarten als auch Papiersorten und Veredelungsformen spielen hier eine Rolle. Letztlich handelt es sich immer um Näherungswerte bei der Übertragung einer Farbe von einem System auf ein anderes.

Das Logodesign gibt einem Unternehmen, einer Marke oder einem Produkt ein Gesicht. Generell lassen sich drei Darstellungsformen unterscheiden. Die Wortmarke gilt als Logo im engeren Sinne. Hier werden Schriftzeichen, meist der Firmenname, ganz individuell in besonderer Form gestaltet. Ein solches Logo lässt sich darüber hinaus mit einem Signet oder einer Bildmarke kombinieren. Die Bildmarke kann aber auch für sich alleine stehen. Von einer abstrakten Grafik bis hin zu einer realistisch angehauchten Figur ist hier vieles möglich. Enthält das Geschäftslogo nur wenige Buchstaben, entsteht so eine Letter- oder Buchstabenmarke. Entscheidend ist immer die Hervorhebung eines Alleinstellungsmerkmals und die Spiegelung und Charakterisierung Ihres Unternehmens. Das Logo bildet die Basis für jedes .

In der EU und insbesondere in Deutschland regelt das Urheberrechtsgesetz den Schutz von Gestaltern oder Autoren. Der Urheber hat das Recht, die Nutzung an seinem Werk an Dritte zu übertragen. Die Nutzungsrechte lassen sich unterschiedlich stark beschränken, was einen Einfluss auf die Höhe der Vergütung haben kann. Die Einschränkung der Nutzung kann sowohl zeitlich als auch räumlich oder inhaltlich erfolgen. So dürfen Fotos etwa nur im Rahmen eines definierten Projekts verwendet werden, Texte nur für eine Heftausgabe oder Musik nur für eine bestimmte Fernsehwerbung. Das Spektrum der Nutzungsrechte reicht vom einfachen bis hin zum ausschließlichen Nutzungsrecht. Das Urheberrecht als solches lässt sich allerdings nicht übertragen, da es in Deutschland als absolutes Recht gilt.

Ein One-Pager ist eine beliebte Variante einer Micro-Webseite oder Web-Visitenkarte im Single-Page-Design. Sogenannte Micro-Sites sind kleine Webseiten, die generell mit wenig Inhalt auskommen. Bei einem One-Pager wird der gesammte Inhalt auf einer langen HTML-Seite gebündelt und durch Scrollen nach und nach zugänglich. Als Übergang zwischen den Inhalten oder Abschnitten werden moderne Illustrationen oder ausdrucksstarke Bilder, kleinere Animationen oder kurze Videosequenzen verwendet. Geeignet sind One-Pager eher als kleinere Produkt-Webseiten, bei einem prominenten Einzelthema oder auch als Landingpage für eine Werbe-Kampagne. Entscheidend ist immer der konkrete Ablauf mit dem Ziel einer weiterführenden Interaktion.

Ein Pixel ist die kleinste Einheit bei der Darstellung von Grafiken auf digitalen Endgeräten. Jeder Monitor hat ein Raster an Lichtpunkten, welches in der Größe durch die Auflösung bestimmt wird. Pixelgrafiken, also Grafiken, die nur über Pixel definiert werden, lassen sich nicht ohne Qualitätsverlust skalieren. Vor allem bei einer Vergrößerung, etwa eines digitalen Fotos, treten sichtbare Probleme auf. Eine Vektorgrafik hingegen definiert sich durch Bézierkurven und Ankerpunkte. Da diese unabhängig von der dargestellten Größe immer gleich bleiben, ist eine Skalierung ohne Qualitätsverlust problemlos möglich. Entscheidend ist dies etwa beim Logodesign. Ein Logo sollte sowohl auf einer Visitenkarte als auch an einem Schaufenster immer gleich gut aussehen. Für geplottete, also ausgeschnittene Aufkleber benötigen Sie immer eine Vektorgrafik.

Das Responsive Design ist eine Art der Gestaltung, die sich flexibel an die jeweilge Umgebung anpasst. Vor allem im Webdesign hat sich dieses Vorgehen etabliert. Schon länger wird nicht mehr nur mit dem PC im Internet gesurft, sondern immer öfter auch mit Tablet und Smartphone. Da die Bildschirme unterschiedliche Größen und Auflösungen, Betrachtungsweisen und Nutzungseigenschaften mit sich bringen, ist es nötig, die Inhalte entsprechend aufzubereiten. Dies betrifft vor allem die Schriftgröße oder die Anordnung von Elementen. Das Responsive Design lässt sich auch beim anwenden. Nicht jedes Logo ist von Haus aus für alle Darstellungsgrößen oder -formen geeignet. Abhilfe schaffen hier professionelle Logovarianten, die für den jeweiligen Einsatzbereich optimal gestaltet werden.

Die Typografie umfasst die Arbeit mit Schriften. Hierzu zählen die Erstellung und Ausarbeitung einer Schrift (Microtypografie) ebenso wie der Satz und das Layout bei einer Druck- oder Webseite (Macrotypografie). Schriften oder Fonts lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen – in Serif-Schriften mit „Füßchen“ oder Querstrichen am Buchstaben-Anfang und -Ende, und in serifenlose Schriften, genannt Grotesk oder Sans-Serif. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Unterteilungen. Beim Layout und bei der Satzarbeit sind für eine professionelle Umsetzung einige Punkte zu beachten. Hier geht es um ein ausgewogenes Erscheinungsbild, eine stimmige Text-Bild-Integration und nicht zuletzt, um eine gute Lesbarkeit. Der Inhalt steht klar im Vordergrund, das Design sollte diesen positiv unterstreichen und bestmöglich zugänglich machen.

User Interface Design und User Experience Design – diese zwei Teilbereiche der Gestaltung von digitalen Anwendungen gehen in der Regel Hand in Hand. Das User Interface, sprich die Benutzeroberfläche wird für Anwender so gestaltet, dass diese die Software, das Programm oder die App möglichst einfach und intuitiv bedienen können. Je umfangreicher die Software, desto anspruchsvoller gestaltet sich das User Interface Design in der Umsetzung. Das User Experience Design ist dafür verantwortlich, das perfekte Nutzererlebnis sicherzustellen. Das UI-Design widmet sich der Optik, das UX-Design sorgt für Benutzerfreundlichkeit. So wird aus einer umständlichen Navigationsstruktur ein gut markierter Weg, aus einer wenig ansprechenden Oberfläche entsteht ein attraktives User Interface. In der Praxis funktioniert das eine ohne das andere nicht.

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